Mein Hund
Vorwort
Der kleine Hund ist mal wieder eine Art Auftragsarbeit gewesen. Genauer gesagt wurde mir der Vorschlag gemacht, doch mal einen Hund zu nähen. Da Hunde allerdings recht wenige charakteristische Merkmale haben, und durch die vielen Rassen recht schwer umzusetzen sind, hatte ich etwas scheu, mich an die Arbeit zu machen. Später fand ich aber, dass es in anderer Hinsicht entsprechend das perfekte Geburtstagsgeschenk war. Wie erwartet erwies es sich dann jedoch als recht schwierig, und ich musste immer wieder Änderungen am Schnittmuster vornehmen. Das Ergebnis ist, dann aber doch ganz nett anzuschauen, und ich bin sehr zufrieden, bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie den etwas zu groß geratenen Rachen und den leichten Silberblick; dieser macht ihn meiner Meinung nach, aber im Prinzip noch etwas süßer.
Und das ist mein kleiner Hund:
Materialien und Hilfsmittel
Garn
Als Näh-Faden empfiehlt sich ein "Knopfloch-Garn" in einem Braunton.
Zusätzlich wird ein dünner Heft-Faden benötigt, um die Teile vorm eigentlichen Nähen aneinander zu heften. Dieser Faden wird im Allgemeinen wieder entfernt. Allerdings können Reste zurückbleiben, und somit sollte auch dieser Faden in der Farbe des Stoffs gewählt werden.
Für den recht kleinen Hund (Körperlänge ca. 20cm) reichen 1x30m.
Nadeln
Entsprechend zur Stärke des Garns benötigt man eine Nadel mit recht großem Öhr.
Eine zweite gebogene Nadel ist beim Schließen der Stopföffnungen hilfreich.
Schnittmuster
Das unten abgebildete Schnittmuster sollte in DIN A4 oder leicht vergrößert ausgedruckt und ausgeschnitten werden.
Stoff
Den Stoff gibt es meist in Spezialgeschäften und in Kaufhäusern.
Die Menge richtet sich nach der Größe des Hundes. Der Stoff ist für gewöhnlich in 140 cm Bahnen erhältlich, so dass man davor mittels der Schnittmuster schon die benötigte Stoffmenge ermitteln kann. (Da der Hund sehr klein ist, reichen vielleicht schon Reste von anderen Projekten.)
Füllung
Füllung gibt es im Bastelgeschäft - allerdings eignet sich auch Filterwatte für Aquarien aus dem Zoogeschäft. Die Menge sollte man nicht unterschätzen. Bei mir ist ca. eine Packung draufgegangen.
Augen
Für das Augen sind recht kleine braune Glasaugen zu empfehlen.
Das Schnittmuster
Die benötigten Einzelteile des Schnittmusters sind:
Körper - 2x (gegengleich) - braun
Bauch vorne - 1x - braun
Bauch hinten - 1x - braun
Kopf oben - 1x - braun
Ohren - 2x (gegengleich) - beige
Bein - 4x (gegengleich) - braun
Sohle - 4x - beige
Schauze - 1x - braun
Rachen - 1x - rosa
Nase oben - 1x - schwarz
Nase Seite - 2x (gegengleich) - schwarz
Die einzelnen Schnittmuster werden auf den Stoff gelegt (möglichst wenig Abfall) und an den Kanten eingezeichnet. Falls man einen Stoff mit langen Haaren verwendet, sollte man unbedingt daraufachten, in welche Richtung später die Fellstruktur verläuft.
Nähen und Zusammenbauen
Zum Nähen werden entsprechende Einzelteile auf der Stoffseite aufeinander gelegt und mit einer Heftnaht zusammengeheftet (vorheriges Stecken mit Stecknadeln ist eigentlich unnötig). Die eigentliche Naht erfolgt mit dem Steppstich. Das Schließen der letzen Öffnungen nach dem Stopfen, sowie das Zusammennähen der einzelnen fertigen Teile erfolgt mit dem Matratzenstich.
Für die einzelnen Teile empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
Beine
Beine zu einer Röhre zusammennähen.
Sohle einnähen.
Körper
Körperhälften am Rücken zusammennähen bis zur Stoß stelle mit dem Kopfzwickel.
Kopfzwickel einnähen. Dabei die Naht zu den Unterseiten der Ohren freilassen
Ohrunterseiten einnähen.
Nasenseitenteile einähen und mit der Nasenoberseite verbinden.
Schnauze und Rachen einnähen.
Beide Bauchteile einnähen und dabei die Stopföffnungen freilassen.
Probestopfen und die Augen markieren.
Stopfmaterial entfernen und Augen festnähen.
Zusammenbau
Beine an den Körper anpassen und nacheinander jeweils mit einem Stich fixieren. Körper wenden und Beine von innen festnähen. (Für jedes Bein natürlich einzeln.)
Stopfen und Stopfnaht mit dem Matrazenstich schließen.