Wie man einen Salamander näht ...
Allgemeine Informationen
Zugegebenermaßen ist die kreative Idee einen Feuersalamander zu nähen nicht von mir sondern von meiner besten Freundin Anton. Da man allerdings für sowas keinerlei Schnittmuster findet, lag die gesamte Planung und Umsetzung bei mir. Leider ist mir auch kaum Zeit dafür geblieben (eine gewisse Person wird sich sicher gewundert haben, wann ich mir überhaupt die Zeit dafür genommen habe, da ich doch dauernd unterwegs war – aber wenn man eh schlaflose Nächte hat, dann machen ein paar Stunden weniger auch nicht mehr viel aus... ), und somit hoffe ich, dass alle Nähte halten und man ihn ganz doll knuddeln und lieb haben kann, und dass er nicht im Schrank bei gewissen noch ungebrauchten Sets verstaut wird... – wovon ich aber auf keinen Fall ausgehe !!!
Und dieser süße Salamander ist dabei herausgekommen.
Materialien und Hilfsmittel
Garn
Als Näh-Faden empfiehlt sich ein "Knopfloch-Garn" in schwarz.
Zusätzlich wird ein dünner Heft-Faden benötigt, um die Teile vorm eigentlichen Nähen aneinander zu heften. Dieser Faden wird im Allgemeinen wieder entfernt. Allerdings können Reste zurückbleiben, und somit sollte auch dieser Faden in der Farbe des Stoffs gewählt werden.
Für einen Salamander in mittlerer Größe (Körperänge 40 cm) reichen ca. 30m.
Nadeln
Entsprechend zur Stärke des Garns benötigt man eine Nadel mit recht großem Öhr.
Eine zweite gebogene Nadel kann ggf. beim Annähen von Beinen, Armen, Ohren und des Kopfes nützlich sein.
Schnittmuster
Das unten abgebildete Schnittmuster muss in gewünschter Größe (Empfehlung: DIN A3 oder große Teile halbieren) ausgedruckt und ausgeschnitten werden.
Stoff
Den Stoff gibt es meist in Spezialgeschäften und in Kaufhäusern
Die Menge richtet sich nach der Größe des Salamanders. Der Stoff ist für gewöhnlich in 140 cm Bahnen erhältlich, so dass man davor mittels der Schnittmuster schon die benötigte Stoffmenge ermitteln kann.
Füllung
Füllung gibt es im Bastelgeschäft - allerdings eignet sich auch Filterwatte für Aquarien aus dem Zoogeschäft.
Augen
Für die Augen habe ich Knöpfe verwendet, aber es gibt auch Teddybär-Augen in Spezialgeschäften. Für den Salamander fand ich allerdings die Knopf-Augen passender.
Mund und Füße
Um den Mund anzudeuten, habe ich rotes Stickgarn verwendet. Die Zehen an den Füßen wurden mit schwarzem Knopflochgarn abgenäht.
Das Schnittmuster
Die benötigten Einzelteile des Schnittmusters sind:
Seite - 2x (gegengleich)
Bauch - 1x
Bein - 4x (gegengleich)
Arm - 4x (gegengleich)
Die einzelnen Schnittmuster werden auf den Stoff gelegt (möglichst wenig Abfall) und an den Kanten eingezeichnet. Dabei ist auf Nahtzugabe von etwa 3mm zu achten.
Nähen
Zum Nähen werden entsprechende Einzelteile auf der Stoffseite aufeinander gelegt und mit einer Heftnaht zusammengeheftet (vorheriges Stecken mit Stecknadeln ist eigentlich unnötig). Die eigentliche Naht erfolgt mit dem Steppstich. Das Schließen der letzen Öffnungen nach dem Stopfen, sowie das Zusammennähen der einzelnen fertigen Teile erfolgt mit dem Matratzenstich.
Für die einzelnen Teile empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
Beine und Arme
Beine und Arme bis auf die Stopföffnung zusammennähen.
Probefüllen und im gefüllten Zustand die Zehen mit schwarzen Knopflochgarn abnähen.
Körper
Gelbe Flecken einpassen und einnähen.
Zunächst beide Seitenteile von vorne lediglich am Kopf und auch vom Schwanzende einige Zentimeter zusammennähen.
Abnäher am Bauch schließen und den Bauch an die Seitenteile annähen.
Beine und Arme in die Öffnungen einnähen – dazu sollte man überschüssiges Stopfmaterial entfernen.
Kopf zur Probe stopfen und Markierungen für Mund und Augen vorsehen.
Stopfmaterial entfernen und Mund mit rotem Stickgarn sticken (am Besten in der Naht zwischen Seitenteilen und Bauch) und die Augen festnähen.
Rückennaht mit dem Matratzenstich zunähen und nach und nach füllen. Der Faden sollte öfter gefangen oder verknotet werden, da der Matratzenstich auf längeren Strecken sehr leicht Fäden zieht.
Am Ende sollte man drauf achten, dass beide Fadenenden (vom Kopf und Schwanz) von innen kommen, so dass sich der letzte Knoten nach innen drücken lässt.